Nimm dir das Leben – Udo Lindenberg

Foto via Wikipedia

Udo Lindenberg hat es dieses Jahr geschafft, mit dem Album „Udo Lindenberg MTV unplugged“ wieder ganz groß und locker rauszukommen – sehr schöne Remakes seiner Songs sind da entstanden, zusammen mit Künstlern wie Clueso, Max Herre, Inga Humpe und Jan Delay und  – und Udo und Clueso hat es ganz weit hinauf  in die Charts verschlagen mit „Cello“.

Nimm dir das Leben“  ist jetzt zwar kein richtiger Weihnachtssong, aber dieses Lied hat auch irgendwie etwas damit zu tun, mit der Liebe zum Leben.  Um die geht es ja Weihnachten auch, wenn der, der das alles hier ins Leben gerufen hat, sich nicht zu schade ist, sich mitten hinein zu begeben in unser manchmal recht armseliges und mühseliges Leben.

Der auch etwas „alt“ gewordene Udo singt hier einem Freund Mut zu, der es nötig hat, und ruft ihm vergangene glorreiche Zeiten in Erinnerung:

„Wir war‘n  zwei hammerkrasse Typen, zwei  wie‘s sie nur einmal gab,                          früher war‘n wir doch unsterblich…“.

Aber jetzt?

„Jetzt stehst du mit einem Bein im Grab.                                                                               Die Welt da draußen macht dich fertig und du sagst du hast genug..“

So ist das manchmal mit der Kraft und der Energie – die Akkus sind leer, ans Aufladen denkt man zu spät und schon geht das Licht aus:

„Wo ist deine Power hin, wo ist sie geblieben?“

Es ist schon seltsam, dass ausgerechnet die so schöne Weihnachtszeit viele an die Grenzen der Erschöpfung treibt, so dass einigen sogar der Suizid als Ausweg erscheint, dass in vielen Familien ausgerechnet in dieser Zeit der Haussegen schief hängt – wie traurig ist das? Gut, wenn einem dann einer sagt:

„Wir sind doch keine Automaten, wir sind ein Wunder, du und ich,                                    lass die andern weiterhetzen,  weiterhetzen – wir nicht!                                                       Wir streunen locker durch die Gegend, mal sehn wohin es uns so bringt…

Nimm dir das Leben und lass es nicht mehr los,                                                             denn alles was du hast, ist dieses eine bloß.                                                                       Nimm dir das Leben und gib‘s nie wieder her,                                                                  denn wenn man es mal braucht, dann findet man es so schwer.“

Also: Leben nehmen, ja, aber im positiven Sinne des Wortes. Was das für jeden persönlich bedeutet, mag unterschiedlich sein. Letztendlich ist alles, was  Leben fördert – meins und das der anderen – gut und im Sinne des Erfinders, oder?

Und denkt dran: nehmt euch das wahre Leben so oft und wann immer ihr könnt – und lasst die andern weiterhetzen…  😉  Macht mal Pause, bleibt stehen, setzt euch hin, hört Musik, singt, lest, liebt, lacht, redet mit anderen, oder bewegt euch, geht hinaus in die Natur, in die Stadt – findet heraus, was  euch gut tut – und seid ein Licht im Leben der anderen!

In diesem Sinne wünsche ich allen meinen Leserinnen und Lesern

lebendige, frohe Weihnachten und ein gutes Jahr 2012!

P.S. Jetzt, gegen Ende des Jahres 2012 kommt ein Video zum Song:

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