Gehen oder bleiben? Just Give Me a Reason – Pink

Pink_(singer)

Das Video zum Song kann man hier sehen.

Pink weiß vermutlich, wovon sie hier im Song „Just give me a reason“ (Lyrics gibt’s hier) singt. Eine Frau, ein Mann, eine in die Jahre gekommene Liebe. Die Erinnerung an den Anfang: Leidenschaft, grenzenlose Liebe und Hingabe, Offenheit und die Erfahrung, dass da jemand ist, der meine Wunden heilt, der mir guttut:

„Right from the start
You were a thief
You stole my heart
And I your willing victim
I let you see the parts of me
That weren’t all that pretty
And with every touch you fixed the.“

Aber im Rückblick ist da auch schon ein Verdacht: Warst du nicht von Anfang an ein Dieb, der mir das Herz gestohlen hatte und ich das wehrlose, ahnungslose  Opfer? War da nicht ein Ungleichgewicht in der Beziehung – von Anfang an? Und jetzt ist da der Zweifel, die Indizien für eine Untreue, für den Verfall der Liebe:

„Now you’ve been talking in your sleep oh oh
Things you never say to me oh oh
Tell me that you’ve had enough
Of our love, our love…“

Soll er doch zugeben, dass er genug hat, dass da eine andere ist, dass Langeweile und Alltag in die Beziehung Einzug gehalten haben. Bevor er antworten kann, kommt aber auch die Hoffnung zur Sprache, sie gibt noch nicht auf. Vielleicht gibt es ja eine Erklärung für den Wandel. Lass uns reden:

„Just give me a reason
Just a little bit’s enough
Just a second we’re not broken just bent
And we can learn to love again
It’s in the stars
It’s been written in the scars on our hearts
We’re not broken just bent
And we can learn to love again.“

Die Veränderung ist da, we’re not broken just bent“, von Narben ist die Rede und Verletzungen,  aber das muss ja noch nicht das Ende sein: man kann die Liebe neu lernen, hofft sie.

Und er? Ist das typisch Mann oder ist es einfach meistens so, dass einer die Krise sieht und der andere sie nicht wahrhaben will? Er weiß nicht, wovon sie redet: alles Einbildung, Schatz, wir sind ok, was du immer hast:

„I’m sorry I don’t understand
Where all of this is coming from
I thought that we were fine
Your head is running wild again
My dear we still have everythin‘
And it’s all in your mind
You’ve been havin‘ real bad dreams oh oh…“

Sie wendet ein: Ja, es WAR alles gut, aber jetzt ist etwas anders geworden, siehst du das nicht? Oh we had everything-  Yeah but this is happenin'“…

Wie ein Gespräch geht es weiter zwischen Pink und Nate Ruess von der Indie-Pop-Band fun, ein vorsichtiges pro und contra eines Beziehungsstatus:

„Sie: Oh tear ducts and rust
Er: I’ll fix it for us
Sie: We’re collecting dust
Er: But our love’s enough

Er: You’re holding it in
Sie: You’re pouring a drink…“

Jeder hat so seinen Bewältigungsmechanismus, aber gemeinsam kommen sie zum Schluss:

„No, nothing is as bad as it seems – we’ll come clean.“

Rost, Staub, Tränen – kann man eine lange Liebesbeziehung führen ohne sie? Pink und ihr Ehemann Carey Hart, der auch im Video zu sehen ist, haben hier vielleicht ein Stück Beziehungsgeschichte geschrieben. Seit 2006 verheiratet, wieder getrennt, dann aber doch ein gemeinsames Kind – 2013 schreiben sie das „verflixte 7.Jahr“. Das Lied „Just give me a reason“ gehört zum Album „The Truth about Love“ (2012) und scheint zumindest gegen den Trend anzusingen, eine „angestaubte“ Liebe wegzuwerfen, wenn es schwierig wird.

Man kann nach Gründen suchen, die Beziehung zu beenden oder eben nicht aufzugeben. „Just give me a reason…“ Haben die beiden ein Rezept? Sieht so aus: reden, sich erinnern, die Liebe suchen, auftauchen aus dem verwirrenden Strudel der Zweifel und des Misstrauens, reden, reden, lieben, weitermachen – sich nicht trennen eben. Ist doch ganz einfach, oder? 😉

Ein sehr schönes Gedicht zum Thema ist mir im Blog von Theomix begegnet, das gebe ich euch gerne mit auf den Weg:

                       wie lange bleiben

wie lange bleiben
wann ist es zeit
zu gehen

alles alt geworden
bringt bleiben gutes
entscheidet das wohlfühlen

wer setzt das maß
was ist der preis
wie lange bleiben

17. 4. 2013

Fatales Feuerwerk: Burn It Down – Linkin Park

Linkin Park – Burn It Down (Official Music Video) from Nguyen Do on Vimeo.

Das Leben schreibt manchmal gnadenlose Geschichten.  Eine solche erzählt „Burn it Down“ (Lyrics kann man hier nachlesen), die erste Single aus dem neuen Album  „Living Things“ von Linkin Park, das im Juni 2012 veröffentlicht wird. Feurig und bunt geht’s zu am Himmel der Band:

„The cycle repeated as explosions broke in the sky …                                                           The colors conflicted as the flames climbed into the clouds …“

Das ist aber offenbar kein unterhaltsames Silvesterfeuerwerk, das da über die Bühne geht. Der Refrain klagt:

„We’re building it up
To break it back down
We’re building it up
To burn it down
We can’t wait
To burn it to the ground .“

Zerstörend und verzehrend ist das Feuer und die Glut erfasst auch die Zuschauer – im Video am Ende auch die Sänger der Band Linkin Park.

„And you were there at the turn
Caught in the burning glow…“
Gewalt ist im Spiel und Enttäuschung und ja, auch Rachsucht:

„You told me yes
You held me high
And I believed when you told that lie
I played that soldier, you played king
And struck me down when I kissed that ring
You lost that right to hold that crown
I built you up but you let me down
So when you fall, I’ll take my turn
And fan the flames as your blazes burn.“

In einem Interview hat Mike Shinoda von Linkin Park sich zum Song geäußert und zwei Interpretationen angeboten. Es könnte um eine gescheiterte Liebesbeziehung gehen. Einer vergöttert den anderen, stellt ihn auf den Sockel, unterstützt ihn, kämpft für ihn (oder sie), vertraut ihm völlig – und wird am Ende enttäuscht, verleugnet, fallengelassen. Auch Versuche, die Beziehung zu retten, sind zum Scheitern verurteilt:

„I wanted to fix this  but couldn’t stop from tearing it down…“ und immer wieder: „We’re building it up to break it back down.“

Der Umgang des Menschen mit der Erde könnte noch mitschwingen in diesem „Burn it Down“ – ist nicht unsere Technik gleichzeitig aufbauend und zerstörerisch? Wir wollen die Umwelt retten, können uns aber nicht vorstellen, auf Wachstum zu verzichten: I wanted to fix this  but couldn’t stop from tearing it down…

Aber auch die Erfahrung in der Musikindustrie ließen sich hier hineinlesen, meinen Linkin Park. Der bejubelte Künstler, die hochgelobte Sängerin können ebenso schnell wieder auf den harten Boden der Realität zurückfallen, ganz ohne Mitleid. Der Konkurrenzkampf ist gnadenlos.

Kann ja sein, dass solche Erfahrungen, egal ob im Privatleben oder im beruflichen Umfeld, zu Rachefantasien animieren. Die Realität gibt Linkin Park Recht, besonders im privaten Bereich scheint dieses „es-dem-anderen-heimzahlen“ nach dem schmerzlichen Scheitern einer Beziehung besonders beliebt zu sein. Einvernehmliche Trennungen in Freundschaft sind eher die Ausnahme.

Sind wir Menschen tatsächlich so?  So zum Scheitern verurteilt, so hilflos unseren Instinkten ausgeliefert, so (selbst-)zerstörerisch?

Die einzige Hoffnung scheint der Gedanke des Anfangs zu sein: „The cycle repeated…”

Nach jedem Zusammenbruch folgt ein Neuanfang – und wir wissen ja: “Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne, der uns beschützt und der uns hilft, zu leben“ (H.Hesse, Stufen).

Kein Happy End in diesem Song, aber das gibt’s im Leben ja auch nicht immer. Auch die negativen, erschreckenden Erfahrungen, die wir als Menschen machen, können zu Musik werden und helfen manchmal sogar dabei, sie zu ertragen.

Alles hat eben seine Zeit.

Wer bin ich? Immortality – Bee Gees / Celine Dion

Wieder ist einer der Großen in der Musikwelt gegangen. Robin  Gibb ist gestern in London seinem Krebsleiden erlegen. Als die Bee Gees haben die Brüder Barry, Maurice und Robin Gibb mich in meiner Jugend musikalisch begleitet – unverkennbare  Stimmen, unverwechselbare Melodien und Erinnerungen – Saturday Night Fever, yeah…

Den Song „Immortality“ (Lyrics gibt es hier, Dank auch an Heinrich für den Tipp zum Lied) haben sie 1998 für Celine Dion geschrieben, die ihn im Video auch mit den Bee Gees zusammen singt.

Es gibt diese Momente im Leben, da wagen wir Menschen die ganz großen Gedanken. Meist sind es Übergänge, Zeiten des Umbruchs, Abschiede, die  uns fragen lassen: Wer bin ich eigentlich, wo stehe ich, wo ist mein Platz im großen Ganzen?

“So this is who I am,
And this is all I know,
And I must choose to live,
For all that I can give,
The spark that makes the power grow
And I will stand for my dream if I can,
Symbol of my faith in who I am…”

Auch wenn ich vielleicht nicht das ganze Bild erfasse, nicht weiß, wohin die Reise geht, stehen bleiben geht nicht. Da ist dieser Funke, der mich am Leben erhält, der meinen Traum nährt, der dem Glauben an mich selber Stärke gibt. Wo das fehlt, wo dieser Funke verglüht, da erlischt auch der Lebenswille.

Und so sind wir alle auf dem Weg durch die Ewigkeit:

I make my journey through eternity“.

Die Frage ist nur: heißt das auch, dass wir unsterblich sind?

„I will make them give to me – immortality“

Ist das vermessen – oder gibt es das eben, Menschenleben, die verglühen, wie ein Funken im Feuer, und diejenigen, die bleiben? Die meinen, dass sie eine Mission zu erfüllen haben?

“Fulfill your destiny… Cos I have found a dream that must come true… There is a vision and a fire in me…”

Die Geschichte scheint dieser Idee recht zu geben. So viele vergessenen Leben und daneben die, deren Namen die Geschichtsbücher füllen. Diese Art von Unsterblichkeit ist nicht für jeden.

Andererseits, es gibt diese Momente auch im Leben der normalen Sterblichen, in denen wir uns nichts mehr wünschen als eben dieses „Nicht-enden-wollen“ – auch davon spricht das Lied  „Immortality“:

“But you are my only… I keep the memory of you and me inside…With all my love for you… We don’t say goodbye…”

Die Liebe will Ewigkeit, auch wenn die Erfahrung immer wieder dagegen spricht. Nichts ist berechenbar:

“I’m sorry I don’t have a role for love to play… My fate is on the wind,
The king of hearts, the joker’s wild… ”

Wir wünschen uns Liebe, die nicht endet und Leben, das nicht bedroht ist durch den Tod. Beides gibt es nicht für uns auf dieser Erde.

Auch Robin Gibb hat den Kampf gegen den Krebs verloren. Vergessen wird er sicherlich so bald nicht. Nach menschlichem Ermessen ist das aber wohl nur eine Frage der Zeit…

Wenn da nicht die Ewigkeit wäre und der, der die Zeit in Händen hält. Da bestünde dann doch Hoffnung auf „immortality“, Unsterblichkeit. Vielleicht ist da ja doch Einer, der zu uns sagt:

„I keep the memory of you and me, inside
We don’t say goodbye
We don’t say goodbye
With all my love for you.”

Schön wär’s doch…

Wer kümmert sich? We take care of our own – Bruce Springsteen

Das offizielle Video zum Song kann man hier ansehen: Bruce Springsteen – We Take Care Of Our Own on MUZU.TV.

The Boss is back. Immer noch patriotisch-amerikanisch. Immer noch rockig und hymnisch. Auf seinem neuen Album „Wrecking Ball“ (Abrissbirne) vom März 2012 nimmt sich Bruce Springsteen wieder einmal die amerikanische Befindlichkeit vor – und wird mit dem Song „We take care of our own“ (Lyrics gibts hier) kurzer Hand vom amtierenden Präsidenten Barack Obama höchstpersönlich (oder haben ihm das seine Berater empfohlen?) in die offizielle Playlist des amerikanischen Wahlkampfs aufgenommen.

Da hat der Präsident das Anklopfen an seiner Tür offensichtlich vernommen – oder ist da eine noch höhere Adresse gemeint?:

“I been knocking on the door that holds the throne…”

Wie dem auch sei, die Antwort ist einigermaßen verheerend und es wundert mich schon, dass es dieser Song in die Playlist Obamas geschafft hat. Die Politik der letzten Jahre kommt nämlich nicht so gut weg in diesem Song:

“I been stumbling on good hearts turned to stone
The road of good intentions has gone dry as a bone”

Was ist mit all den Versprechen und guten Vorsätzen? Wo ist der „change“, die große, durchgreifende Veränderung in der amerikanischen Gesellschaft? Anspielungen auf die Katastrophen der letzten Jahre, Wirbelsturm Katrina, die Zerstörung von New Orleans und das mangelhafte Verwalten der Not kommen hier zum Ausdruck:

„From Chicago to New Orleans
From the muscle to the bone
From the shotgun shack to the Superdome
There ain’t no help, the cavalry stayed home
There ain’t no one hearing the bugle blowin’…”

Sechs  Fragen, sechs  Anklagen bilden das Kernstück des Songs:

“Where’re the eyes, the eyes with the will to see
Where’re the hearts that run over with mercy
Where’s the love that has not forsaken me
Where’s the work that’ll set my hands, my soul free
Where’s the spirit that’ll reign over me
Where’s the promise from sea to shining sea…”

Augen, die die Not der Menschen sehen.    Herzen, die barmherzig sind.    Eine Liebe, die einen nicht aufgibt.   Arbeit, die die Seele befreit.     Ein Geist, der beflügelt und leitet.  Ein Versprechen, das den amerikanischen Traum in seiner Ausdehnung von Küste zu Küste ausmacht.

Das hat durchaus religiöse Dimensionen. Man achte mal auf seine Körperhaltung bei Where’s the love that has not forsaken me? – Bibelkundige haben da sicherlich so ihre Assoziationen…

Glaube, Liebe, Hoffnung, diese drei vermisst Bruce Springsteen in seinem Amerika, das sich den christlichen Glauben doch so demonstrativ auf die Fahne schreibt.

Fazit: Wir kümmern uns selbst um unsere Probleme – oder wir kümmern uns um unsere eigenen Probleme?

„We take care of our own
We take care of our own
Wherever this flag’s flown
We take care of our own…“

Das könnte  durchaus einen doppelten Boden haben. Sozialromantisch gesehen: der arme kleine Mann, die arme kleine Frau hat von der Politik, von den Reichen keine Hilfe zu erwarten. Was bleibt, ist die Solidarität untereinander – hopefully…

Oder: Jeder ist sich selbst der Nächste. Wo immer Stars and Stripes im Wind wehen, herrschen Egoismus und die Suche nach dem eigenen Vorteil.

Wie auch immer Obama den Song Bruce Springsteens verstehen mag, in seinen Wahlkampf aufgenommen klingt es wie ein erneutes Versprechen: Yes, we can – wir Amerikaner kümmern uns! Bleibt die Frage: um wen oder was? Aber das will ja vielleicht gar keiner so genau wissen. Kann man jedenfalls gut mitsingen: We take care of our own… ♫ ♫ ♫

Weise Einsichten: OK Go – Needing / Getting

Zugegeben – bei dem Song ist erst mal das Video der Hingucker, dann achtet man auf die Musik und zuletzt auf den Text. Aber der Song hat eben auch einen Text – und so gehaltlos ist der gar nicht!

OK Go,  eine amerikanische Rockband aus Chicago, haben mit Needing/Getting einen absoluten Youtube-Hit gelandet, zur Zeit über 16 Millionen mal angeklickt.  Dass ein Auto auch Musik machen kann, wissen wir jetzt – eine unglaubliche Planung und Präzision muss dahinter stehen, alle Achtung! Wer hat all die Gitarren am Wegesrand installiert und justiert, die Klangstäbe aufgehängt, die Klaviere aufgestellt?

OK Go haben dafür offenbar Zeit, denn mit der Liebe läuft’s zur Zeit nicht so gut, wenn man den Lyrics von Needing/Getting glauben darf. Und anstatt die ganze Zeit einfach nur dazusitzen und auf die Verflossene zu warten, wird man doch lieber kreativ!

„So I been sitting around
Wasting my time
Wondering what you been doing…“

Sie ist weg, aber er kommt nicht von ihr los – was sie wohl macht?

„Aw, and it ain’t real forgiving
It ain’t real forgiving
Sitting here picturing someone else living…“

Was schief gelaufen ist? Wir wissen es nicht und es wird auch nicht verraten. Es hört sich so an, als gäbe es etwas zu vergeben – aber wie geht das und kann man das, wenn man einfach nur an jemanden denkt oder muss man sich dafür begegnen?

Das Drama ist: er liebt sie noch, er braucht sie –

„And I, yeah, I still need you, but what good’s that gonna do?“

Das hilft nix, denn, so die weise Erkenntnis des Songs:

„Needing is one thing and getting, getting is another.“

Es gibt jetzt zwei Möglichkeiten: sie vergessen  oder hoffen, dass sie ihre Meinung ändert.

Möglichkeit eins: geht nicht, wenn man jemanden liebt, denn…

„… I’ve been hoping for months
Hoping for years
Hoping I might forget
Aw, but it don’t get much dumber
It don’t get much dumber
Than trying to forget a girl when you love her.“

Und was ist mit Möglichkeit zwei? Genauso aussichtslos, denn – hier kommt wieder eine weise Erkenntnis ins Spiel bzw. in den Liedtext von Needing/Getting

„I’ve been waiting for months
Waiting for years
Waiting for you to change
Aw, but there ain’t much that’s dumber
There ain’t much that’s dumber
Than pinning your hopes on a change in another.“

Es stimmt schon – die Chance einen Menschen zu ändern, ist nicht allzu groß. Wie schwer ist es schon, sich selber zu ändern – um wie viel geringer die Aussicht, bei einem anderen so etwas zu bewirken.

Aber die Hoffnung stirbt zuletzt, zum Glück:

„When?
When?
Why not now?
Why not me?“

Ja, warum eigentlich nicht er? Bei so viel Kreativität und Spaß seitens der Band OK Go mit dem Video zu Needing/Getting  sollte sich die Angebetete das vielleicht doch noch mal überlegen, oder?  😉

P.S. Interessanter Clip über die Entstehung des Videos:

One Moment in Time – Whitney Houston

Whitney Houston ist tot. Auch wenn manche meinen anmerken zu müssen, dass ihr Lebenswandel dazu beigetragen hat – mit 48 Jahren sollte man noch nicht gehen müssen. Und wer weiß schon genau, wer sie war und warum sie was getan hat. Der Song „One Moment in Time“ (Lyrics gibt es hier)aus dem Jahr 1988 stammt aus einer Zeit, in der es ihr wohl noch besser ging als am Ende ihres Lebens. Es wurde zur Hymne der Olympischen Spiele 1988 und passt ja auch ganz gut zum sportlichen Ehrgeiz, diesen einen Moment des Sieges auskosten zu dürfen, dort angekommen zu sein, wofür man jahrelang trainiert hat:

„I want one moment in time
When I’m more than I thought I could be
When all of my dreams are a heartbeat away…

You’re a winner for a lifetime
If you seize that one moment in time
Make it shine“

Aber es geht natürlich um noch viel mehr als glänzende olympische Goldmedaillen in diesem Songtext. Die erste Strophe ist programmatisch:

„Each day I live
I want to be a day to give the best of me
I’m only one but not alone
My finest day is yet unknown“

So spricht jemand mit hohen Ansprüchen an sich selbst und das Leben, immer bereit, das Beste zu geben. Jeder kämpft für sich allein in diesem Lebenswettkampf, aber sie fühlt sich nicht allein, sondern als Teil einer Gemeinschaft – oder von jemandem begleitet. Dabei ist ihr durchaus bewusst, dass der Weg steinig ist und dass man den Erfolg nicht ohne Anstrengung und Enttäuschung haben kann, es ist ein Auf und Ab:

„I broke my heart, fought every gain
To taste the sweet I face the pain
I rise and fall“

Was will sie? Diesen einen Moment, in dem alles so ist, wie es sein soll, in dem Träume wahr werden und alle Fragen beantwortet scheinen, in dem man das Schicksal an seiner Seite hat:

„I want one moment in time
When I’m more than I thought I could be
When all of my dreams are a heartbeat away
And the answers are all up to me
Give me one moment in time
When I’m racing with destiny“

Wie sich der anfühlt, dieser Moment?

„I will feel eternity… I will be… I will be free…“

Freiheit, Ewigkeit, einfach Dasein. Geht das? Kann man das haben im Hier und Jetzt?

Man kann, sagt der Glaube. Wenn man erfährt, dass da mehr ist zwischen Himmel und Erde, als wir zu wissen meinen, dass die Ewigkeit kein Hirngespinst ist, sondern unsere Heimat und  manchmal hier schon aufscheint.

Man kann, sagt die Liebe. Zumindest für einen Moment, in dem man einfach so sein kann, wie man ist und wer man ist.

Man kann, sagt die Hoffnung. Eines Tages werde ich frei sein, auch frei vom Zwang, immer alles geben zu müssen und vielleicht daran zu zerbrechen.

Whitney Houston ist scheinbar daran zerbrochen, wer weiß. Obwohl sie eigentlich die Lösung, die Entlastung von diesem Druck kannte. Sie ahnte, dass der Erfolg letztlich nicht machbar ist, dass sie zwar ihren Teil dazu beitragen musste, dass da aber jemand ist, der ihr die Hände füllen musste, damit dieser „moment in time“ wahr wurde:

„I’ve laid the plans
Now lay the chance
Here in my hands“

Wen spricht sie da eigentlich an? Das Schicksal, Gott? Es klingt wie ein Gebet, dieses Lied.

Möge Whitney Houston diesen Moment von Freiheit und Ewigkeit nun erleben.

Wer bin ich? The person I should have been – James Morrison


Jahreswechsel sind ja immer so eine Gelegenheit, Resümee zu ziehen. Wie war das vergangene Jahr? Was bringt das neue? Bleigießen soll uns etwas über die Zukunft verraten, Vorsätze werden gefasst. Was sagen die Sterne – Horoskope haben Hochsaison. „Die Chancen werden 2012 neu verteilt“ stand in meinem – man könnte meinen, das sei ja immer so, stimmt aber auch nicht wirklich. Manche haben mehr Chancen als andere, manche sind gleicher als andere….

Der britische Sänger James Morrison zieht auch Bilanz in seinem Song „The person I should have been“  (Lyrics gibt es hier) aus dem Album The Awakening (2011). Es muss sich etwas ändern in seinem Leben, es braucht  Farbe nach einer schwarzen, dunklen Phase:

„I’m gonna start again
This world (wall?) I painted black
Just needs some colour
I’m gonna live my life like the other
Person I should have been…“

Das Licht in seinem Inneren droht auszugehen, man kann sich auch ans Dunkel gewöhnen, darin und im Schmerz den Sinn sehen – aber jetzt muss Licht her:

„I ain’t tapping out, no no no no
To this dark and twisted dream
That’s kept me living
I pray to my soul
To keep its fire burning
And when it does…“
I’m gonna let it shine…“

Er möchte nicht bereuen was war, aber doch einen Neuanfang wagen, seine andere Seite ans Licht lassen:

„I’ll make the best of this life I’ve got left
Got no time for no regrets
Gonna show you just what I can be
The person I should have been…“

Dafür braucht er keinen Jupiter oder Saturn in besonderer Konstellation, nur einen anderen Blickwinkel:

„I wanna change my perspective of reality
Be a much better version of me
The person I should have been…“

Das ist harte Arbeit und passiert nicht von selbst, es braucht Zeit, manchmal Reinigungs-Rituale, Ermutigung und Entscheidungen und das Wissen darum, dass man auch anders hätte handeln können oder sollen.

„And it might take time, take time…

Put my sincerity to the test
Wake up my senses finally
The water washes me clean…“

Wer bin ich eigentlich? Kann ich wirklich von vorne anfangen, nur weil der Kalender von vorne anfängt? Ich nehme das „alte“ Selbst immer mit, das wissen nicht nur Psychotherapeuten, das ahnen wir alle. Unsere Vergangenheit ist immer bei uns, begleitet uns, macht uns auch aus.

„Who am I now?
A lonely man that’s fallen down
No I can’t change
The past that time has all burned out…“

Wir SIND unsere Geschichte, wir verändern uns in ihr und schöpfen unser Potential vielleicht nie ganz aus, lernen uns vielleicht nie ganz kennen. Das mag beunruhigend sein, diese Schattenseiten in uns zu ahnen, aber ich finde das auch spannend und ermutigend:

„But I know somewhere inside of me
Is the person I could have been…“

Wer weiß, welche Persönlichkeitsanteile das Leben im Jahr 2012 in uns hervorlockt, welches „awakening“ uns bevorsteht – vielleicht werden wir uns wundern.

Bildschön: Somebody that I used to know – Gotye feat. Kimbra

Der Australier/Belgier Wouter De Backer  alias  Gotye  (sprich wie Gaultier, der Modeschöpfer) ist mit seinem originellen Video zum Song „Somebody that I used to know“  ( Link zum Video und Songtext/Lyrics  hier) aus dem Album  „Making Mirrors“ (2011) ganz groß auch auf der europäischen Bühne angekommen.

Thema ist wieder einmal das Scheitern einer Liebe. Warum nur sind all die Dinge, die wir für so wichtig halten, so kompliziert? Frieden, Gerechtigkeit, Liebe – wir suchen sie und meinen sie manchmal zu finden – und schon sind sie uns wieder entglitten.

Was bleibt, ist der Rückblick auf etwas, das mal da war und was der Sänger für Liebe hielt:

„Now and then I think of when we were together
Like when you said you felt so happy you could die
Told myself that you were right for me…“

Aber da war ein Zweifel von Anfang an, eine Traurigkeit, ein Wissen darum, dass es nicht „die Richtige“ ist:

„But felt so lonely in your company
But that was love and it’s an ache I still remember
You can get addicted to a certain kind of sadness
Like resignation to the end…“

Kann man sich an den Schmerz gewöhnen, an das Selbstmitleid? Gewiss, und da heute Beziehungen oft scheitern, ist man regelrecht dazu gezwungen, mit dieser Erfahrung weiter zu leben. Und man ist ja erwachsen und trennt sich einvernehmlich und als Freunde, denkt man jedenfalls:

„So when we found that we could not make sense
Well you said that we would still be friends
But I’ll admit that I was glad that it was over…“

Bisher bleibt der Sänger im Video relativ regungslos, er hat alles im Griff, so scheint es. Aber dann bricht der Schmerz doch hervor. Was scheinbar so spurlos an ihm vorbeigeht, hat doch furchtbar gekränkt:

„But you didn’t have to cut me off
Make out like it never happened                                                  
And that we were nothing…“

So tun, als wenn nichts gewesen wäre, die gemeinsame Geschichte auslöschen, ja, jeglichen Kontakt abbrechen und die Freunde beauftragen, die restlichen Sachen abzuholen, das ist ja wohl unterste Schublade:

„But you treat me like a stranger
And that feels so rough
You didn’t have to stoop so low                                                                                     
Have your friends collect your records
And then change your number…“

Aus der großen (oder kleinen?) Liebe wird einfach eine Bekannte:

„Now you’re just somebody that I used to know…“

Soweit die eine Seite der Geschichte. Dann hören wir die andere, IHRE, dargestellt und gesungen von der neuseeländischen Künstlerin Kimbra :

„Now and then I think of all the times you screwed me over
But had me believing it was always something that I’d done
And I don’t wanna live that way
Reading into every word you say…“

Sie fühlt sich betrogen, eingeengt, für alle Probleme verantwortlich gemacht und zieht einen Schlussstrich. Sie bewegt sich heraus aus dem Gemälde, schüttelt sich regelrecht frei, geht auf ihn zu und wieder zurück. Sie verliert die Farbe – und es ist, als ob er sie hier zum ersten Mal wirklich wahrnimmt und ihr fast bedauernd hinterher sieht.

Kann man sich so täuschen, kann man so blind sein?  Sind wir alle zu sehr damit beschäftigt, unser Leben zu entwerfen, die richtigen „Farben“ für unser  Lebens-Gemälde  zu designen – so sehr, dass wir die Menschen gar nicht mehr richtig wahrnehmen, die wir einfach in das Bild meinen einfügen zu können? Werden sie zu Körpern (some-body), Statisten, Leinwand, die wir meinen gestalten zu können?

Sehen wir genauer hin, bevor es zu spät ist und wir die Liste  derer, die wir mal „ganz gut kannten“ (somebody that I used to know), wieder um einen Namen verlängern müssen…

Rolle rückwärts? Video Games – Lana del Rey

Lana del Rey, gebürtige Elizabeth Grant,  bastelt sich einen Kunstnamen aus Lana Turner und dem Ford Modell Del Rey aus den 80er Jahren, unterzieht ihre Lippen einer Botox-Behandlung und macht sich auf, der neue Shooting Star am Sternchenhimmel zu werden. Die Stimme – wirklich besonders, die Melodie von Video Games eindringlich-meditativ, das Video –  eine gekonnte, rasante Collage aus 50er und 60er-Jahre Zeitzeichen gemischt mit aktuellen Aufnahmen im angesagten Retro-Look.

Was sie da singt? Auf den ersten Blick ein ganz normales Liebeslied. Sie skizziert eine Szene wie aus einem Film: Sie wartet auf ihn im Hof, er fährt vor in seinem schnellen Wagen, pfeift ihren Namen, genehmigt sich ein Bier und lädt sie ein, zu ihm zu kommen und sich die Zeit mit einem Video Spiel zu vertreiben:

„Swinging in the backyard 
Pull up in your fast car 
Whistling my name 
Open up a beer 
And you say get over here 
And play a video game. „

Dann geht’s zur Sache, sie legt (warum jetzt erst?) sein Lieblingsparfum auf, legt einen Striptease hin und der Abend nimmt seinen Lauf:

„I’m in his favorite sun dress 
Watching me get undressed 
Take that body downtown 
I say you’re the best
Lean in for a big kiss 
Put his favorite perfume on.“ 

So weit, so romantisch. Grundsätzliches über die Liebe bildet den Refrain des Songs, auch sehr rosarot: die Welt ist nur für uns zwei da, ohne Liebe ist alles nichts:

„It’s you, it’s you, it’s all for you 
Everything I do 
I tell you all the time 
Heaven is a place on earth with you…
They say that the world was built for two 
Only worth living if somebody is loving you“ 

Etwas irritierend ihre Rückfrage:

„I heard that you like the bad girls 
Honey, is that true? „

Man weiß nicht so genau, findet sie das beängstigend oder turnt sie das an? Ihre Liebe beteuert sie weiterhin. Und wie um zu beweisen, dass sie die Rolle des „bad girl“ auch spielen kann, kommen andere Untertöne ins Spiel:

„Singing in the old bars 
Swinging with the old stars 
Living for the fame 
Kissing in the blue dark 
Playing pool and wild darts 
Video games 
He holds me in his big arms 
Drunk and I am seeing stars 
This is all I think of 
Watching all our friends fall 
In and out of Old Paul’s 
This is my idea of fun 
Playing video games.“ 

Der Traum vom Leben im Ruhm, in Kneipen, mit Drogen, Spiel und Alkohol – dazu die Bilder im Videoclip, diese Mischung aus Lebensfreude, Spaß und menschlichen Abgründen: das Bild vom American Dream und von der rosaroten Liebesgeschichte wirkt verzerrt, die hübsch gestylte Sängerin in den Armen eines Video Games spielenden Macho – ganz schön schräg.

Überhaupt dieses Frauenbild: haben wir emanzipierten Mütter unsere Töchter nicht vor solchen Typen gewarnt? Haben wir nicht immer wieder betont, dass es nicht nur auf die äußere Schönheit ankommt und dass wir nicht die Püppchen auf dem Schoß der Männer sein wollen und sollen? Eben! Die Töchtergeneration geht ihre eigenen Wege und spielt mit diesen Klischees, vielleicht verunsichert, vielleicht genervt, vielleicht trotzig gerade drum. Es ist nicht so einfach, sich zu entscheiden zwischen all den Rollenangeboten, die jungen Frauen heute gemacht werden.

Lana des Rey bedient in Video Games ja nicht einfach das Klischee vom seligen Hollywood-Himmel, von den guten alten Fifties und Sixties, auch der amerikanische Traum hat seine Schattenseiten.

In Zeiten der Krise (und in einer solchen befinden wir uns sicherlich, auch wenn wir das in Deutschland nicht so deutlich spüren) gibt es immer mehrere Optionen: neue Visionen entwickeln oder die „Rolle rückwärts“ in die guten, alten Zeiten. In der Generation der jungen Erwachsenen spüre ich eine gewisse Ratlosigkeit. Wovon sollen wir träumen, woran sollen wir glauben, wo führt das hin?

Kunstfiguren zu schaffen scheint ein Erfolgsrezept in der Pop-Industrie zu sein. Hoffen wir mal, dass Lana del Rey weiß, wer sie wirklich ist und was sie wirklich will…außer Geld verdienen natürlich, wie wir alle.     😉

Träumen und Hoffen: Paradise – Coldplay

Im Religionsunterricht am Berufskolleg sprechen wir über Religion im Alltag. Wo begegnet sie uns? – und allen ist klar: längst nicht mehr nur in der Kirche. Fernsehen, Internet, Werbung, alle bedienen sich religiöser Symbole und Bilder – und oft ist uns das gar nicht bewusst, so sehr sind diese Bilder in unseren kulturellen Wortschatz ganz selbstverständlich aufgenommen worden.

Das Video ist auch hier anzusehen (hoffentlich ;)…)

Beim Coldplay-Hit „Paradise“ aus dem Album  Mylo Xyloto ist das ja noch ziemlich offensichtlich. Wenn eine Werbeanzeige eines Urlaubsanbieters paradiesische Strände verspricht, dann weiß man, was man sich darunter vorzustellen hat: kristallklares Wasser, feinsandiger, weißer Strand, die eine oder andere schattenspendende Palme – und keine anderen Menschen weit und breit. Das einzige, was hier an die biblische Paradiesgeschichte (nachzulesen in 1. Mose 2) erinnert, ist die Menschenleere: Adam und Eva hatten das paradiesische Stück Garten tatsächlich für sich allein… 😉

In Coldplays Song „Paradise“ (Lyrics gibt’s hier) wird nicht beschrieben, was das Paradies ausmacht. Ein Mädchen, eine Frau („she“) träumt vom Paradies – und nur indem angedeutet wird, wie ihr Leben verläuft, wird das Gegenbild vom Paradies heraufbeschworen:

Das Leben ist schwer, Tränen werden zum Wasserfall, man gerät unter Beschuss und wundert sich, was man alles überlebt wie durch einen Zaubertrick (bullet catch), man gerät unter die Räder, und immer wieder Tränen:

“…and the bullets catch in her teeth

Life goes on, it gets so heavy

The wheel breaks the butterfly

Every tear a waterfall”

Früher war alles anders, besser. Als sie jung war, ein kleines Mädchen, da war das Leben leicht, die Welt lag ihr zu Füßen, die Träume waren groß und schienen greifbar. In der Bibel wird das nicht in eine individuelle Vergangenheit projiziert, sondern in die „Kindheit“ der Menschheit: früher war alles anders, besser, einfacher. Da gab es nur Freundschaft, Frieden und Fülle. Mit der Freiheit der Entscheidung, dem „Erwachsenwerden“ kam die Vertreibung aus dem Paradies. Da liegt ganz schön viel Menschenkenntnis und Weisheit in dieser uralten Geschichte.

Was bleibt uns? Das Träumen vom Paradies in stürmischen Zeiten?

„In the night the stormy night away she’d fly
and dreams of paradise…“

Es bleibt die Erfahrung, dass nach der Nacht  der Tag kommt, nach dem Sonnenuntergang der Morgen und die Erfahrung, dass es auch ein Stück „Paradies“ auf Erden gibt, ab und zu, eine Erinnerung sozusagen an das Leben, das ursprünglich gemeint war: Freundschaft, Frieden, Fülle.

„And so lying underneath those stormy skies

She’d say, „oh, I know the sun must set to rise

This could be paradise.”

Sehr nett interpretiert das Video zum Song diese Gedanken, ohne allzu kitschig daherzukommen, finde ich. Der Elefant flieht aus der Gefangenschaft und macht sich auf die Suche nach seinem Paradies. Er findet seinesgleichen und sein Stück „Himmel auf Erden“ bei den anderen musikalischen Coldplay-Elefanten.

Allerdings: ohne Sonnenauf- und Untergänge und unberührte Natur-Romantik a la „König der Löwen“ kommen auch Coldplay in „Paradise“ nicht aus. Ist aber nicht schlimm – im Gegenteil: auch die Natur sehnt sich nach ihrem Paradies und leidet unter dem Rad des technischen Fortschritts.

Bewahren wir uns die Erinnerung an das Paradies und eine Welt, wie sie sein sollte oder könnte. Religion muss nicht Opium zum Vergessen des Leids, sie kann auch Antrieb für eine bessere Welt sein, oder?