Hausmusik der anderen Art: Closer to the edge – 30 Seconds To Mars

Hier gibt es Lyrics und Video.

Ich mag es, wenn Familienmitglieder zusammen  Musik machen. Hausmusik. Weihnachtsmusik. Was auch immer. Finde ich schön, rührend. Was die Brüder Jared und Shannon Leto da zusammen machen, ist aber eher nicht rührend. Die verbergen sich nämlich hinter dem kreativen, irgendwie kryptischen Bandnamen „30 Seconds to Mars“. Ich muss gestehen, bis vor kurzem wusste ich nicht, dass das  der Name einer Band und nicht der Titel eines Science-Fiction-Romans ist. Mit „Closer to the Edge“ landeten 30 Seconds to Mars Anfang 2010 einen großen Hit. Auch der Text dieses Songs mutet eher geheimnisvoll an.  Schau’n wir ‘mal:

I don’t remember the moment I tried to forget, I lost myself is it better not said, now I’m closer to the edge”.

Rückblickend auf einen Moment des Sich-Selbst-Verlierens gesteht der Sänger: Ich stehe am Abgrund. Und ich weiß nicht mehr genau, wann es anfing.
Unklar ist – warum? Weiter heißt es: “It was a thousand to one and a million to two. Time to go down in flames and I’m taking you closer to the edge”.  Standen die Chancen 1000:1 oder  2Mio:2, dass die Beziehung eine Chance hatte? Oder geht es um ein Spiel, das hoch, sehr hoch verloren wurde – aber zwischen welchen Parteien? Alles sehr rätselhaft. Eine Anklage steht im Raum, ein Vorwurf, die Aufforderung, sich zu entschuldigen. Aber nein: “No, I’m not saying I’m sorry”. Und dann, etwas versöhnlicher: “One day, maybe we’ll meet again”.

Wenn man bisher noch den Eindruck haben konnte, es handele sich um eine unglückliche Liebesgeschichte, dann wird es in der 2.Strophe noch mystischer und geheimnisvoller:

© PhotoXpress.com

Can you imagine a time when the truth ran free, the birth of a sun, the death of a dream?“

Mich erinnert das an die biblische Geschichte von Schöpfung (Geburt einer Sonne, die Wahrheit ist frei) und Sündenfall: „This never ending story paid for with pride and fate. We all fall short of glory, lost in our fate.” Die endlose Geschichte des menschlichen Stolzes und der “Vertreibung aus dem Paradies”, der Verlust der träumenden Unschuld und der Ehre, die Krone der Schöpfung zu sein. Wo die christlichen Kirchen zum Sündenbekenntnis aufrufen und die Vergebung durch die Kirche oder durch Gott zusprechen, da kommt hier das protestierende „no, no, no“, das im Song immer wieder auftaucht: „No, no, no, no I’m not saying I’m sorry. I will never forget. No, no I will never regret. No, no I will live my life!“ Ich bereue nichts, ich lebe mein Leben. Ich vermute, dieser Refrain und das Lebensgefühl, das sich darin wiederspiegelt, ist es, das die jungen Fans dieser Band sehr anspricht. Protest gegen die Moral der Etablierten, die Kontrolle der Autoritäten. Kann ich gut nachvollziehen.

Zum Song gibt es ein offizielles, sehr gut gemachtes Video, das bringt noch einmal eine ganz andere Dimension mit hinein. „Closer to the edge“ bekommt für mich hier eine gespenstische, ja politische Note.

© PhotoXpress.com

In weiten Teilen des Videos wird gezeigt, wie der Leadsänger Leto die Massen mitreißt.  An einer Stelle erhebt er, in einen dunklen, langen Mantel gehüllt, den rechten Arm zum Gruß. Ein „Are you ready?“ wird eingeblendet – ein Narr, wer da nichts Politisch-Deutsches-Geschichtliches  denkt. Wie es ihm gelingt, ihre Bewegungen, ihren Gesang zu koordinieren, auf den Punkt genau. Wie sie ihm folgen, ihn auf Händen tragen, ihn vergöttern. „Yes, this is a cult“ wird eingeblendet als Jared Leto in einem Lichterkranz regelrecht „gekreuzigt“ wird, und die weltweiten Kultstätten werden gleich mit dazu genannt: London, Tokio, Berlin, New York ….

Genial gemacht ist das Ganze und ich unterstelle mal, dass mit diesem Video genau dieser Abgrund, diese Gefahr selbstkritisch visualisiert werden soll. Der Sänger bringt seine Zuhörer und Fans „closer to the edge“, an den Punkt, an dem sie bereit sind, sich selbst aufzugeben für eine größere Sache, eine andere Person.

Das alles hat religiöse Züge, natürlich. Unterstrichen wird das durch die zwischendurch und besonders am Ende eingeblendeten Statements junger Leute: „Some people believe in God, I believe in music. Some people pray,  I turn up the radio. Music is everything to me.”

Musik, Religion, Macht- ein interessantes Dreigestirn. Ich kann mir keine Religion ohne Musik vorstellen. Viele können sich Religion nicht ohne Macht denken. Und Musik hat ganz sicherlich Macht über Menschen. Sie erfüllt religiöse Bedürfnisse. In diesem Song und vor allem dem Video kommt all das zusammen.

Eine Analyse, eine Warnung, eine Feststellung? Ich frage mich, ob ich überinterpretiere und ob die Fans dieser Band das nachvollziehen können? Ich halte die Band allerdings für so intelligent, dass ich ihnen diese Gedanken durchaus zutraue. Und sie sagen ja selbst: „Unsere Lieder funktionieren wie Gemälde. Kunst soll erfahren und interpretiert werden. Darin liegt ihre unglaubliche Kraft. Sie ist interaktiv und lebt in den Erklärungen jedes einzelnen Individuums weiter. Es wäre unfair, unseren Fans durch eine zu detaillierte Erklärung die Möglichkeit für eigene Interpretationen zu nehmen.“( Zitat)

 

© PhotoXpress.com

Also, macht euch selbst ein Bild und eure Gedanken. Was haltet ihr von meinen?

22 Gedanken zu „Hausmusik der anderen Art: Closer to the edge – 30 Seconds To Mars

  1. Annegret schreibt: (versehentlich unter „home“ gepostet, s. dort)
    7. Dezember 2010 um 4:14 pm
    Hallo Uta,

    Deine Interpretation hat mich sehr begeistert. Ich selber höre jede Art von Musik, egal ob Klassik, Pop, Metal, also Querbeet. Die vorgestellte Gruppe kannte ich bisher nicht. Auf der Bühne scheint sie aber schon Massen anzuziehen. Obwohl ich der englischen Sprache mächtig bin, geht es mir oft so, daß ich bei Musik oft mehr auf Klang und Rhythmus achte als auf den ganzen Text. Refrains kenne ich oft, aber nicht den kompletten Text. Es ist interessant und macht nachdenklich, wenn man sich wirklich mal die Mühe macht, den ganzen Text zu übersetzen und ihn zu studieren. Ja, Musik bewegt, ich glaube insbesondere Jugendliche und junge Erwachsene. Damit können sie sich identifizieren, mehr als mit Religion oder Politik. Ja, Musik bewegt, auch Kinder, Erwachsene, Junggebliebene, Alte, aber anders.

    Ich freue mich schon auf weitere Interpretationen von Dir.

    Viele Grüße

    Annegret

    P.S.: Sorry, ich glaube ich habe im falschen Kommentarfeld kommentiert.

  2. Danke, Annegret, für deinen ausführlichen Kommentar! Für mich ist es auch sehr spannend, solche Lieder und Texte zu entdecken. Geht mir genauso, dass ich oft beim Hören gar nicht alles verstehe. Umso mehr staune ich manchmal über durchaus tiefsinnige Texte – und seit ich den Blog habe, höre ich sowieso noch einmal genauer hin!
    Danke nochmals und Gruß an dich,
    Uta

  3. hallo? was bist’n du für eine?
    deinen kommentar zu 30stm finde ich komplett daneben! ich LIEBE die musik von Thi8rty über alles und geh die wände hoch, wenn ich solche dämlichen analysen lese, wie du sie hier online gestellt hast. vielleicht solltest du dir mal die mühe machen und dir auch mal die videos zu den einzelnen songs ankieken. aber hey, lass lieber hurricane aus, denn da würdest du wahrscheinlich mit nem herzkasper in der nächsten klinik landen, die bibel unterm arm klemmend😉.
    such dir dich demnächst mal songs von möchtegern-stars wie justin bieber oder tokio hotel zum analysieren raus und lass wahre künstler wie jared leto in ruhe! und uns, the echelon, verschone bitte mit solchen völlig daneben liegenden analysen. songs von 30STM muss man verstehen nicht analysieren. kommt nicht jeder mit klar.

    schönen tag noch,
    m.

    • Hallo m., das war ja ne richtige Ohrfeige, danke! Schade, dass du meinen Text nicht zu Ende gelesen hast, dann würdest du mir wenigstens zugestehen, mir meine eigenen Gedanken zu machen und mich nicht gleich in eine Klinik einweisen. Ich finde den Song toll, gerade weil er so vielschichtig ist, was man von Justin Biebers Lyrics nicht sagen kann. Im übrigen habe ich mich ja in dem Blogpost auch auf das Video bezogen, das meiner Meinung nach durchaus einige meiner Thesen untermauert. Schade, dass du dich nicht inhaltlich in deiner Kritik äußerst – so kann ich nicht darauf eingehen. Aber ich werde mich sicher nicht in meiner Musikauswahl einschränken lassen. Da musst DU mit klar kommen…😉 Gruß, Uta

  4. manja scheint mir als sehr engstirnig und kleinkariert. auf einen so banalen und einfachen kommentar einzugehen ist sogar ueberfluessig. „die bibel unterm arm klemmend“ ?, „herzkasper“ ?. da faellt mir nichts anderes mehr zu ein als „hallo, was bist’n du denn fuer eine?“ viel mehr als justin bieber ein moechtegern-star ist, eigentlich ist er so ziemlich der inbegriff eines stars (per definition), ist manja ein moechtegern-musikkritiker.
    aber naja, manja steht charakteristisch fuer die anonymitaet des internets, immer schoen hinter verdecktem namen posten, moeglichst unueberlegt und undifferenziert, ausserdem einfach dumm.

    Uta, eine nuechterne und ueberlegte antwort, so finde ich, bravo!

    keep on postin‘

  5. Lass die Manja doch erstmal 16 werden. Zum Glück hat sie nicht ihren richtigen Namen angegeben, sonst müsste sie sich in 5 Jahren nämlich noch schämen, was sie für ein dämliches vorpubertäres Fan-Geschwafel von sich gegeben hat. Entbehrt natürlich jeglicher Diskussionsgrundlage.
    Ich teile allerdings deine Kritik auch nicht so richtig, wie würdest du da erst ein Video von Marilyn Manson beurteilen?😀
    Der Song ist sehr poppig, sehr eingängig, sehr melodisch und absolut professionell produziert. Über Text kann man sich wie so oft streiten, dem würde ich hier aber nicht allzuviel Bedeutung beimessen. Zielgruppe sind die11 bis 15jährigen Emo-Mädchen, die (noch) keine eigene Meinung besitzen!
    Das Video ist auch dafür Klasse gemacht, es reißt mit und animiert zum Mittanzen und Singen. Und für die ein oder andere Heranwachsende sehen Jared und Co auch noch ganz schnuckelig aus. Was will man denn mehr von einer PopBand, die man in 2 Jahren sowieso wieder vergessen hat?
    Mach weiter so Uta, ich freue mich schon auf weitere Meinungen deinerseits.

    • Lieber Herr Teddy, ich hab jetzt erst noch mal meinen Artikel gelesen – ich kann mich gar nicht erinnern, dass ich solche Kritik geäußert habe? Ich finde den Song auch sehr mitreißend und habe ja den Verdacht geäußert, dass in dem Video dieses Hörig-sein der Fans regelrecht „vorgeführt“, sprich kritisiert werden könnte, was aus meiner Sicht wiederum FÜR die Band sprechen würde, wenn es denn wirklich so gemeint wäre… jedenfalls bedanke ich mich ganz herzlich für den ausführlichen und ermutigenden Kommentar! Erlaube mir, deinen Blog in meine Blogroll aufzunehmen, ich finde die Mischung dort sehr unterhaltsam und anregend…
      LG Uta
      P.S. Eigentlich sieht Jared Leto wirklich ganz schnuckelig aus…😉

    • @Manja: Ja ja, du liebst die Musik. Tun andere auch. Würde mich dazu zählen. Aber weißt du eigentlich, was eine Interpretation ist? Kannste sonst auch im Duden nachschlagen. Uta hat ihre ganz eigene Meinung und Interpretation zu dem Song gepostet und diese sollte so auch respektiert werden. Auch wenn du anderer Meinung bist.
      Und was heißt bitte „die Texte müssen verstanden werden“? Die Musik schreit ja förmlich nach eigener Interpretation. Man soll sich damit auseinandersetzen. So wie Uta es getan hat. Aber es ist ja einfacher nur die Übersetzung zu lesen und sie zu „verstehen“. (Kopf schüttel)

      @Uta: Eine interessante Interpretation zu dem Song, den ich selbst schon etliche Male rauf und runter gehört habe, um zu dem Ergebnis zu kommen, dass die Hintergründe und Inhalt in der Tat nicht 100% greifbar sind. Man wird hier also noch lange diskutieren können.

      Schließe mich Clara an. Hätte auch gerne noch mehr davon🙂

      @Herr Teddy: Kann Deine Meinung zum größten Teil überhaupt nicht teilen. Zum einen reden wir bei 30stm nicht von einer „Popband“ sondern von einer Alternative-Rock-Band.
      Desweiteren denke ich, dass Deine genannte Zielgruppe die Musik weder verstehen noch interpretieren kann. Das ist einfach noch nichts für diese jungen Kids. Mein Sohn ist knappe 11 und hört die Songs ganz sicher noch nicht – wobei wir wieder bei Justin Bieber wären🙂 Dazu müsste dann wohl auch noch erwähnt werden, dass die Teenies für gewöhnlich ja nicht für 40-jährige Männer schwärmen, sondern wohl eher für ihresgleichen (warum fällt mir hierzu nur immer wieder Justin Bieber ein???).
      Die Band besteht bereits seit 1998, warum sollten sie in 2 Jahren vergessen sein?
      Es gibt heutzutage so miese, anspruchslose Musik, da finde ich es echt schade, das diese geniale Band, die mit ihren Songs zum Nachdenken und Diskutieren anregt (wie wir hier ja sehen), in eine Schublade mit irgendwelchen Boybands gesteckt wird.

      Deinem Kommentar zu Manja kann ich allerdings nur zustimmen😉

      Viele Grüße

      • Hallo Miriam, ich danke dir für den sehr ausführlichen Kommentar und deinen Beitrag zur Diskussion um diese meine umstrittenste Interpretation😉 ! Mein Sohn ist 17 und fand meine Deutung ganz gut – ich weiß bis heute nicht so richtig, warum ich manchen eingefleischten 30STM Fans anscheinend so „auf die Füße getreten bin“ – ich denke nach wie vor, dass sie mich nicht richtig verstanden haben. Aber entscheidend ist für mich eben auch: Songtexte wie auch Gedichte sind nun mal offen für Interpretation und wollen es im Gegensatz zu Sachtexten ja auch sein, das ist doch ihre Stärke!
        Viele Grüße, Uta

      • Hallo Uta, ich denke, das Problem liegt weniger darin, dass du irgendwelchen Fans auf die Füße getreten bist, sondern wie du schon geschrieben hast, in dem mangelden Verständnis für eine Interpretation: Einen Text zu analysieren, zu deuten, eine Wirkung zu erfassen, eine eigene (!) Hypothese abzugeben. Wer das einfachste nicht versteht, sollte keine banalen, unsinnigen Kommentare abgeben und andere kritisieren wo es nichts zu kritisieren gibt. Ich fand’s einfach nur eine tolle, interessante Deutung von dir! Finde auch, dass gute Songtexte die Möglichkeit zur eigenen Interpretation lassen sollten. Leider gibt es das nicht so häufig. Viele Texte erklären sich von alleine, was sehr schade ist.

  6. Oh mann, darauf stehen die Emo-Mädels heutzutage ? Wasn überproduzierter Schnickschnack, ich muss zudem an japanische Düsterpopbands denken, da zählt auch Verkleidung und Fan-Verehrungs-Mythos mehr als alles andere..
    ist mir zu unauthentisch..

    dabei hatte ich gehofft (der Mode nach zu urteilen), dass Grunge und Vampire wieder „in“ würden..

    aber das hat ja alles kaum mit deiner Besprechung zu tun, sorry..

  7. Pingback: „Was singen die denn da“? Text oder Melodie – worauf kommt es an? | Lyrics unter der Lupe – Looking@Lyrics

  8. Hallo,

    habe gerade deine Interpretation gelesen und muss sagen, dass Du das wirklich sehr gut gemacht hast. Du bist gut auf Text und Video eingegangen und hast sie sehr gut miteinander verknüpft.
    Ich finde die Interpretation wirklich sehr interessant und hatte schon im ganzen Internet nach so etwas gesucht.
    Ich selbst hatte mich mit dem Text noch nicht auseinander gesetzt (hatte wie meine Vorredner nur auf den Rhytmus und ein paar Zeilen geachtet) und finde es gerade bei Mars sehr lohnenswert. Hast Du vielleicht auch noch zu ein Paar anderen Liedern von Mars Interpretationen geschrieben?

    Gruß Clara

    • Hallo Clara, vielen Dank für deinen ermutigenden Kommentar! Ich war ja auch ganz überrascht, dass sich bei Charts-Songs solche Texte finden lassen, über die man durchaus mal nachdenken kann. Ich habe von 30STM-Fans bisher allerdings eher Unverständnis für meine Interpretation geerntet – umso mehr freut mich dein feedback…😉 Nein, bisher habe ich keine weiteren Songs der Band unter die Lupe genommen – vielleicht später mal… LG Uta

  9. Bin zufällig auf deiner Seite gestoßen und ich muss sagen, du machst es richtig richtig gut🙂 . Ich habe schon lange nach solchen Seiten gesucht…
    Ich verstehe nur leider nicht, warum manche sich so auf die Interpretation dieses Songs aufregen… Es ist eine Interpretation ( meiner Meinung nach🙂 ) und wie man weißt, kann man die gleichen Sachen sehr verschieden interpretieren.
    Ich selbst versuche auch die Texte von den Songs, die ich mag zu verstehen und ich muss sagen, dass die Songs von „30 Seconds To Mars“ wirklich sehr geheimnisvoll und verschlüsselt sind. Man weißt nicht so wirklich, worum da es überhaupt geht… Oder doch, vielleicht bin ich nur zu blöd dafür…
    Was ich sagen wollte ist, ich mag diese Band hauptsächlich wegen den Songtexten und ich finde deine Interpretation ist gut und nachvollziehbar…
    Gut gemacht😀.

    • Das ist ja nett, dass ich jetzt auch noch ein paar positive Rückmeldungen zu meiner Interpretation bekomme! Du hast Recht, liebe Roberta, es ist ja nur eine Interpretation und jeder mag das anders verstehen, das ist völlig legitim. Bestimmte Worte lösen bei jedem andere Assoziationen aus – das ist ja das Tolle an Songtexten und Gedichten. Vielen Dank für dein nettes Feedback und viele Grüße, Uta

  10. Also ich find deine Interpretation total daneben .Erst einmal sind 30stm atheisten .
    Von daher Kirche und Gott kannste in die Tonne kloppen , nur weil da Gott drin vorkommt hat es nichts zu bedeuten.Ich sag auch ständig omg , von Gott und Kirche halte ich nichts.Zu dem kommt das die Band total pazifistisch ist.Und Leute durch Musik versucht anzuregen zu denken.Und nicht jeden scheiße ausm Fernsehen sich einvernehmen .
    Dieses video (Anm. der red: Video zum Song Hurricane) ist das meist diskutierte Video von ihnen .Ich gebe zu es ist brutal aber würde man richte auf die Lyrics achten , würde man die Band nicht erst seit closer to the edge kennen wüsste man was die Band bezwecken will.Aber da du dich erst seit dem song mit der Band beschäftigst weiß ich nicht was du dir einfach so rausnimmst über die band zu behaupten.“Ein „Are you ready?“ wird eingeblendet – ein Narr, wer da nichts Politisch-Deutsches-Geschichtliches denkt. “ Das machen in der heutigen zeit sämtliche talentierte bzw. weniger talentierte Musiker.Und gleich alles mit Hitler zu verbinden ist iwie arm .Das einzig gute an deinem beitrag ist das letzte zitat.

    • Hallo Jolina, ich habe den Eindruck, dass du die Band unterschätzt in ihrer Kreativität. Nichts ist Zufall oder „nicht so gemeint“. Ich glaube, die setzen Bilder und Worte sehr gezielt ein. Ich habe auch weder behauptet, dass sie eine christliche Botschaft noch eine rechtsradikale Tendenz haben, wenn du etwas genauer hingeschaut hättest… Im Gegenteil. Die „Are you ready“ – Szene ist ja gerade eine Kritik an einem derartigen blinden Führer-Verhalten. Ich bleibe bei meiner Meinung, dass sie (unter Anderem) den Fankult in ihrer eigenen Szene damit kritisieren, was durchaus für sie sprechen würde! Ich finde den Song und das Video sehr gut gemacht und sehe überhaupt nicht ein, warum ich nicht das Recht haben sollte, meine Gedanken dazu zu äußern, sorry… Gruß, Uta

      • glaube ja das diese ganze „bereue nichts Nummer“ gegen die Kirchen,Diktatoren und Politik dieser Welt gerichtet ist. Das er zeigt wie die Masse irgendeinem Kult nachgehen, nicht frei leben. Vielleicht hat er es auch mal das ein oder andere mit- bzw. durchgemacht,schließt jetzt damit ab und bewegt sich mit seiner jetzigen Sicht stets am Abgrund?!?!

        KP so gut ist mein Englisch auch nicht🙂 Jedenfalls ein toller und ein sehr guter Blog. Weiter so…

        p.s. Ich beziehe mich nur auf das Video und den Song, Recherchen über die Band hab ich bisher keine gemacht.

      • Danke für dein Feedback! Das Phänomen des Massenkults ist sicherlich Thema des Songs, wobei das Video meiner Meinung nach eine mögliche Interpretation der Songlyrics bietet: musikalische Idole, die ihre Fans an den Rand des Abgrunds, der eigenen Souveränität treiben. Das kann man sicherlich auch auf andere Autoritäten übertragen. Freut mich, dass du mit meinen Gedanken etwas anfangen konntest! Gruß, Uta

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